12. Öffentlich machen

(Bild: Florian Weber)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die den Kommunen und den Akteur:innen in den Kommunen offenstehen, um das eigene Kulturelle Erbe und die eigenen KuLaDig-Objekte in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Häufig dienen kommunale Webseiten potenziellen Besucher:innen als erste Anlaufstelle. Daher bietet es sich an, die eigene Arbeit mit KuLaDig dort an prominenter Stelle sichtbar zu machen. Die beiden Modellkommunen Briedel und Lauterecken (beide 2020) haben ihre KuLaDig-Beteiligung auf den Startseiten kenntlich gemacht:

Die Startseite des Webauftritts der Ortsgemeinde Briedel (Stand 2022).

 

Die Startseite des Webauftritts von Lauterecken (Stand 2022).

Im Ort selbst eignen sich verschiedene Orte, um auf die örtlichen KuLaDig-Objekte aufmerksam zu machen. Häufiges Mittel der Wahl sind große Schilder oder Tafeln, wie beispielsweise in den Modellkommunen Dattenberg und Lauterecken (beide 2020).

In Dattenberg werden das KulaDig-Projekt und die eigenen KuLaDig-Objekte direkt am Ortseingang beworben.
 
In der Nähe zum Ortseingang der Gemeinde Dattenberg verläuft der Wanderweg Rheinsteig. Durch den Hinweis am Ortsschild können auch wandernde Personen erreicht und auf die eigenen Kulturlandschaftsobjekte aufmerksam gemacht werden. Dattenberg hat im Rahmen des Landesprojekts ein knappes Dutzend Objekte aus der langen Geschichte des Basaltabbaus im Ort zu einem Rundgang verbunden.
 
 
Auf der Briedel gegenüberliegenden Moselseite wurde an einem Wanderweg ein Hinweisschild angebracht, um die Menschen, die dort wandern, auf die KuLaDig-Objekte im Ort aufmerksam zu machen. Von diesem Standort aus hat man eine sehr schöne Sicht auf den Moselort und bekommt vielleicht Lust, diesen mal zu besuchen.
 
Neben einem Schild mit einem Informationstext zur Geschichte von Briedel werden auf dem zweiten Schild die digitalen Angebote – der Ortsbeitrag in KuLaDig und der virtuelle 360-Grad-Drohnenflug – per QR-Code angeboten. Spannend ist aus dieser Perspektive insbesondere auch die Drohnenaufnahme, da sie die Nutzer:innen in einer anderen Perspektive einen Überblick erlaubt und sogar das Betreten der Kirche ermöglicht. Ein Hinweis auf eine gute Internetverbindung ist ebenfalls enthalten.
 
 
Am Eingang zum Rathaus der Stadt Lauterecken im ehemaligen Veldenzschloss wird darauf hingewiesen, dass Lauterecken Modellgemeinde im Landesprojekt ist.

Das Rathaus dient vielen Menschen aus Lauterecken und auch von außerhalb als Anlaufstelle. Daher bietet es sich an, dort auf die Projektbeteiligung hinzuweisen.

Wie kann ein Thema wie „kulturelles Erbe“ oder auch die eigene KuLaDig-Projektarbeit via Social-Media präsentiert und gerade auch an ein junges Publikum vermittelt werden?

In unserem Landesprojekt ist das „Mutterschiff“ unserer Öffentlichkeitsarbeit die Projekt-Website. Über diese werden die aktuellen und grundlegenden Informationen geteilt. Zudem können von dieser Seite aus alle eigenen Social-Media-Kanäle erreicht werden.

In der rechten Spalte unserer Webseite werden den Nutzer:innen auch unsere Social-Media-Kanäle angezeigt.

 

Wir informieren über eine Facebook-Seite über alles, was aktuell ist, laden in einer Facebook-Gruppe zum zwanglosen Austausch ein und bestücken unseren YouTube-Kanal mit Projektvideos. All diese genannten Seiten sind kostenlos und werden von vielen Menschen genutzt. Somit lassen sich Inhalte ohne Kosten an einer breiten Zielgruppe zugänglich machen.

Über unseren Facebook-Auftritt werden alle aktuell wichtigen Informationen gestreut, beispielsweise zu Ausschreibungen, Terminen, Veranstaltungen und dem Objekt des Monats.

 

Im Fokus unserer Social-Media-Arbeit steht aber unser Instagram-Auftritt – aufgrund seiner Formatvielfalt, aber auch seiner jungen Zielgruppe.

In unserem Projekt sind stets die gleichen Personen damit betraut, den Instagram-Auftritt zu bespielen. Dies trug dazu bei, dass mit der Zeit Expertise erworben und ein inhaltliches wie gestalterisches Konzept entwickelt werden konnte, um die verschiedenen Themen des Projekts zugleich attraktiv und informativ zu vermitteln.

Neben Informationen zum Kulturellen Erbe, können über die „3 Fakten über…“ auch erstaunliche Informationen zur eigenen Kommune preisgegeben werden.

 

So werden die Pilotkommunen originell vorgestellt („3 Fakten über…“), die „Objekte des Monats“ erläutert, Einblicke hinter die Kulissen der Projektarbeit gewährt und deren Ergebnisse zusammengefasst. Wir platzieren in Instagram zudem aktuelle Infos wie den Aufruf zur Bewerbung oder die Übergabe des Förderbescheids.

Es empfielt sich alle Formate, die Instagram hergibt, zu nutzen: neben den üblichen Posts mit Bildergalerien, sind die auch Stories / Highlights, Reels, IGTV und Guides.Hier ein Beispiel für eine Story zur Modellkommune Kamp-Bornhofen:

So entsteht ein sehr abwechslungsreiches und der Kommunikationsform angepasstes Angebot. Auch ausführliche und inhaltsreiche „Bildbeschreibungen“ bzw. Begleittexte sind in Instagram möglich. Und wer noch mehr erfahren möchte, kann über Links zu den umfangreichen KuLaDig-Beiträgen oder andere Websiten geführt werden.

Wichtig ist in Sozialen Netzwerken aber auch die Vernetzung. Diese trägt dazu bei, dass sich die Abonnentenzahl kontinuierlich steigert, die Beiträge regelmäßig viele Likes erhalten und immer mehr Institutionen die Inhalte in deren Posts „markieren“ oder in Stories teilen. So tragen die Social Media und vor allem Instagram substanziell zur Verbreitung der eigenen Projekte und deren Ergebnisse bei. Zugleich ist diese Art von Vermittlung – wie auch jene über die KuLaDig-App – besonders ansprechend für die Hauptziel- und -akteursgruppe von Instagram: junge Menschen, die sich nicht per se für Geschichte oder Kulturlandschaften interessieren.

Regionale Presse nutzen

Die regionale Presse ist in der Regel dankbar, wenn sie über Projekte im eigenen Gebiet berichten kann. Daher macht es Sinn, das Gespräch zu den regionalen Zeitungen und zum Hörfunk zu suchen. Ganz besonders dann ist es sinnvoll, die Presse zu informieren und einzubinden, wenn öffentlichkeitswirksame Aktionen im Rahmen der Projektarbeit begangen werden. Dies können beispielsweise der Projektbeginn, die Multimediaproduktion oder die Eröffnung eines Rundwegs sein. In Dattenberg bei Linz wurde zu Projektbeginn ein umfassender Bericht in der Rhein-Zeitung gedruckt:

 

Eigene analoge Medien nutzen

In Höhr-Grenzhausen wird regelmäßig der „Kannenbäckerland-Kurier“ verteilt und in jeder Ausgabe wird auf einer Seite ein KuLaDig-Objekt aus der eigenen Region in Text und Bild vorgestellt. Ein QR-Code ermöglicht den Zugang zu den digitalen Daten in KuLaDig.

Beispiel: Kannenbäckerland Kurier Höhr-Grenzhausen 2020 12 23

Um die eigenen KuLaDig-Objekte, KuLaTouren und Stationen vor Ort weithin sichtbar zu machen, bietet es sich auch an, andere Webseiten und Webanbieter zu nutzen. Dies gilt zum Beispiel für touristisch genutzte Plattformen. 

Seiten wie „Outdooractive“ oder „Rheinland-Pfalz.Gold“ werden häufig von Menschen besucht, um attraktive Reise- und Ausflugsziele für die Freizeitgestaltung zu recherchieren. Auf diese Weise kann der eigene Ort ebenfalls ins Blickfeld dieser großen Zielgruppe gerückt werden.

Beispiel aus Maikammer: Spaziergang zur Industriegeschichte auf der Seite Rheinland-Pfalz.Gold, erreichbar unter: www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de.

Die KuLaDig-Objekte zur Industriegeschichte in Maikammer wurden durch die Maikammerer Tourist-Information ebenso auf der Seite Rheinland-Pfalz.Gold sichtbar gemacht, wie die Tour „Bildstöcke und Flurkreuze in Maikammer,“ korrespondierend zur Themengruppe in KuLaDig

Auf der anderen Seite kann man auch in selbst erstellte virtuelle Rundgänge, wie das Beispiel der Burg Nanstein bei Landstuhl zeigt, Links auf solche externen Seiten leicht einbinden. So ist es möglich, in beide Richtungen zu verknüpfen und eine größere Zielgruppe zu erreichen.

Eine weitere Möglichkeit, um auf digitale Inhalte in KuLaDig hinzuweisen, ist die Nutzung von Printmedien wie Flyern, Publikationen, Zeitschriften etc.

Die Stadt Montabaur bewirbt die eigene Mitgliedschaft in der Deutschen Fachwerkstraße mit einer Publikation, in der ebenfalls die Arbeit im KuLaDig-Teilprojekt angesprochen wird.

Hier die PDF-Datei „Unter Dach und Fach“ zum Download (1,86 MB)